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10.07.2011 - Viele kamen wieder zur 52. Gelöbniswallfahrt der Donauschwaben nach Altötting

Bericht von Johann Krumpholz

 

„Liebe Landsleute, es ist für mich jetzt ein bewegender Moment, wenn ich in die Augen der Menschen blicke, die noch selbst das Kriegsende erlebt haben und ich möchte daher versuchen, an die Botschaft zu gelangen, die hinter der Gelöbniswallfahrt steht… Papst Benedikt XVI. schrieb 2005: ‚…Immer wird es Leid geben, das Tröstung und Hilfe braucht. Immer wird es Einsamkeit geben. Immer wird es auch die Situationen materieller Not geben, in denen Hilfe im Sinn gelebter Nächstenliebe nötig ist‘.

Nicht wenige freuten sich schon monatelang auf das zweite Juli-Wochenende, auf ein Wiedersehen, auf Gespräche, andere auf Stunden der Besinnung, des Gedenkens, aber auch auf die Trachtengruppen, die Musik, die Lieder… Höhepunkt für ungezählte Teilnehmer war die stimmungsvolle, samstagabendliche Lichterprozession – die auch viele Touristen zum Verweilen veranlasste – oder der Pontifikalgottesdienst oder die Gedanken und Ausführungen der Vortragenden, wie z.B. „Worte des Laien“ vom Deutschen Bundestagsabgeordneten Stephan Mayer MdB. Er weiß als Enkel von Vertriebenen aus dem heute tschechischen Brünn um die dramatischen Ereignisse am Ende des Zweiten Weltkrieges. Hier ein kurzer Auszug:

Können die Donauschwaben das nicht aus tiefstem Herzen bestätigen? Wie war es denn damals in Gakowa, dem Dorf in der Batschka, das 2.600 Einwohner zählte und wo 1945 –1947 über 17.000 Menschen interniert waren? …Wir gedenken in Demut derjenigen, die zu zehntausenden die Tortouren nicht überlebt haben. Ihr Tod mahnt uns bis heute. … Es war Pater Wendelin Gruber, der neben Kaplan Pfuhl freiwillig in das Lager gegangen ist, um den Menschen beizustehen…

DasGelöbnis von 1946 ist uns daher bleibende Dankbarkeit, die wir gerne… Jahr für Jahr einlösen.

Flucht und Vertreibung der Donaudeutschen am Ende des Zweiten Weltkrieges gehört zur weltweit größten demografische Umwälzung des 20. Jahrhunderts und eine der größten der Geschichte. Erinnern und Verstehen muss in einer Welt, …, eine europäische Gemeinschaftsaufgabe werden. Nur so kann friedliches Aufwachsen auch der künftigen Generation gesichert werden…

Die Wallfahrt der Donauschwaben macht Mut, dass wir zusammen im christlichen Sinn und mit Hilfe des Glaubens für die Probleme unseres Lebens Lösungen finden – damals wie heute. Ich wünsche uns allen Gottes Segen!“