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Berührende Gedenkfeier beim Rieder Donauschwaben-Denkmal anlässlich der Übernahme durch die Stadt Ried

Kulturreferent Erich Ortmann übergibt das Denkmal in die Obhut der Stadt Ried

von Erich Ortmann

Im Jahre 1964 errichteten die in Ried im Innkreis und im Innviertel neu angesiedelten Donauschwaben für ihre durch die Wirren des 2. Weltkrieges umgekommenen Landsleute ein ehrwürdiges Denkmal auf dem Rieder Stadtfriedhof. Nach 45 Jahren der Pflege und Generalsanierung durch einige bekennende Banater Familien übernahm die Stadtgemeinde Ried das Totenmal als Kulturdenkmal für die künftige Erhaltung.

Eine neue Informationstafel über den historischen Weg der Donauschwaben soll die künftigen Generationen an uns erinnern.

Im festlichen Rahmen der Übergabefeier am 27. Juni 2009 wurde unter Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste, Landsleute und österreichischen Freunden eine denkwürdige Erinnerungsfeier abgehalten. Dabei war eine ansehnliche Gruppe unserer Landsmannschaft in donauschwäbischer Tracht mit unserem Obmann Kons. Ing. Anton Ellmer sowie mit dem Fahnenträger Willi Fingerhut.

Unser Kulturreferent-Stv. Erich Ortmann als Ausrichter dieser beachtlichen Gedenkfeier hielt eine informative Festansprache. Er beschrieb dabei unseren mühsamen Weg der Einbürgerung in Österreich mit unserer dankbaren Heimatfindung.

LO Ellmer bei seiner Ansprache

Der Rieder Bürgermeister Albert Ortig betonte den einstimmigen Beschluss des Gemeinderates für die weitere Erhaltung des Donauschwabendenkmals. Feinfühlig erinnerte er an die vielen unmenschlichen Tragödien von uns Donauschwaben.

Der Rieder Stadtpfarren Monsg. Hermann Demmelbauer sprach das Totengedenken mit seinen Ausführungen des Leidens durch Kriegsfolgen.

Unser Landesobmann Ing. Ellmer berichtete von seinen erschütternden Erinnerungen aus dem Todeslager Rudolfsgnad. Gerade viele Kinder und Frauen wurden durch die Grausamkeiten des Partisanenregimes dem Hungertod ausgesetzt.

Aus dieser tragischen Geschichtserfahrung von uns Donauschwaben sollen alle für die Erhaltung des Friedens und der Menschenrechte ihren Beitrag im neuen Europa einbringen. Dazu haben besonders die Vertriebenen bereits im Jahre 1950 durch ihre beispielhafte Charta mit der Aussöhnung zu ihren Vertreiberstaaten einen Meilenstein gesetzt.

In den Lokalzeitungen wurde von dieser beachtlichen Kulturfeier ausführlich berichtet. Das regionale Fernsehen zeigte während der wöchentlichen Aussendungen einen umfassenden Beitrag dazu.

Somit haben wir Donauschwaben mit unserem öffentlichen Auftreten Anerkennung und Verständnis für unseren schicksalsbeladenen Weg von der alten zur neuen Heimat erreicht.