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Die Entwicklung der Handarbeitskultur

Mit der Zunahme des Wohlstandes entwickelte sich in den Familien und den Gemeinschaften das Bedürfnis, das eigene Wohnumfeld heimeliger zu gestalten und die gemeinsam genutzten Einrichtungen wie z.B. Kirchen zu schmücken. Man besann sich der textilen Techniken, die man aus der alten Heimat mitgebracht hatte und die man erhalten wollte. Für die eigene Wohnung wurden Teppiche hergestellt und Stoffe für Vorhänge, Bett- und Tischwäsche gewebt. Auch die Bekleidung wurde vielfältiger und besonders bei der Tracht, sowohl für den Alltag als auch bei den Festtrachten zeigt sich eine hohe Kunstfertigkeit.

Nicht nur Handwerker waren mit der Herstellung von Geräten, z.B. Webstühlen oder Spinnräder und textilen Materialien beschäftigt. In den meisten Familien wurde gesponnen und gewebt. Von Mutter auf Tochter vererbten sich die Techniken und die „Sticktücher“. Bei der Weitergabe der Handarbeitskunst spielten vor allem die Frauenorden eine große Rolle.

Im Jahre 1834 wurde der Orden der Armen Schulschwestern unserer Lieben Frau in Regensburg gegründet und 24 Jahre später durch Bischof Csajaghy in Temeschburg eine Niederlassung mit 6 Schulschwestern eröffnet. Durch die rasche Zunahme von Schülerinnen konnten 30 Niederlassungen in der Diözese (z.B. in Lippa, Lugosch, Grosssanktnikolaus, Orawitza, usw.) gegründet werden. Auch nach Siebenbürgen und Kernungarn verbreitete sich der Orden, etwas später waren die Ordensschwestern auch in Serbien in der Mädchenbildung aktiv. 1920 erreichte die Zahl der Schwestern das halbe Tausend innerhalb des Banats. Dadurch wurde die Schulbildung wesentlich verbessert. Die Schülerinnen lernten neben dem normalen Lehrstoff auch Hausarbeit und wurden in Handarbeit unterrichtet. Erst nach dem zweiten Weltkrieg im Jahr 1948 wurden die Schwestern vertrieben und der Orden aufgelöst.

 


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>> Handarbeiten in Bildern